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Weinsortiment

Weißwein

Weißwein entsteht aus dem Saft von
Trauben durch alkoholische Gärung. In
Deutschland dürfen dazu nur
zugelassene weiße Rebsorten benutzt
werden. Beim Weißwein wird der Most
der Trauben ohne die Schalen vergoren
- im Gegensatz zum Rotwein, dem erst
die Farbstoffe in den (blauen) Trauben
die Farbe verleihen. Ein süffiger, leichter
Weißwein sollte einen relativ hohen
(Frucht) Säuregehalt und einen
niedrigen Alkoholgehalt (ca. 9 - 10 Vol.%)
aufweisen. Beispielhaft sind hier
die Weine aus Rheinhessen. Trocken
ausgebaute Weine haben in der Regel
einen höheren Alkoholgehalt als liebliche
Weine. Das liegt einfach daran, dass der
vorhandene Zucker in Alkohol
umgesetzt wurde. Weißwein soll kühl
getrunken werden bei ca. 12 - 14 Grad
Celsius. Gehaltvollere Weine ab
Auslesen werden auch wärmer
getrunken (14 - 17 Grad Celsius).

Rotwein

Rotwein entsteht aus dunklen (blauen)
Trauben. Die Farbe erhält der Wein aus
den Schalen, die mit dem Most vergoren
werden. Blaue Rebsorten benötigen ein
wärmeres Klima als weiße Rebsorten.
Rotweine sollen mild und samtig sein,
nicht hart und säurereich. Dazu müssen
sie einen höheren Alkoholgehalt
aufweisen als Weißweine. Hier kommt
das heiße Klima den südländischen
Anbaugebieten entgegen, die in der
Regel körperreichere und auch
alkoholreichere Rotweine erzeugen. Die
Rotweine aus kühleren Anbaugebieten
sind leichter, frischer und haben meist
weniger Alkohol und Gerbstoffe.
Rotweine sollen "Wärme" vermitteln.
Dazu ist ein hoher Alkoholgehalt nötig,
der den Wein "abrundet". Um einen
hohen Alkoholgehalt zu erreichen, ist
aber auch in guten Jahrgängen eine
Anreicherung nötig. In Deutschland ist
dies ab Kabinett Stufe verboten, so dass
Rotweine mit Prädikat eher selten zu
finden sind. Rotweine sollen wärmer
getrunken werden als Weißweine. Als
Faustregel gilt Zimmertemperatur.

Spätburgunder Weine werden bei 10
-12°C serviert und passen gut zu Fisch
mit würzigem Fleisch, Schmorbraten,
Geflügel und Wildfleisch.

Dornfelder
Der Dornfelder wird erst seit 1972 in
Deutschland angebaut, hat sich seit
dem aber zur wichtigsten deutschen
Rotwein Rebsorte hinter dem
Spätburgunder und dem Portugieser
entwickelt. Der Dornfelder liefert
fruchtige, gehaltvolle Weine und wird
vorwiegend in der Pfalz und in
Rheinhessen angebaut. Im Holzfass
(Barrique) ausgebaut erzielt er hohe
Preise im Fachhandel. Dornfelder Weine
werden bei 14-16°C serviert und passen
gut zu kalten Platten mit Wurst,
Schinken und Käse, Schmorgerichten
sowie dunklem Fleisch und Wild.

Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden,
dass diese Regel aus einer Zeit
stammt, inder es noch keine
Zentralheizung gab und die
Zimmertemperatur bei 17 - 19 Grad
Celsius lag!



Classic

Deutsche Weine mit dem Signet
"Classic" auf dem Etikett haben ein
wieder erkennbares Geschmacksbild.
Sie haben einen trockenen Geschmack.
Dahinter steckt die Vorgabe, dass der
Restzuckergehalt des Weines höchstens
doppelt so hoch sein darf wie der
Säuregehalt des Weines. Denn die
Säure eines Weines bestimmt
gemeinsam mit dem Zuckergehalt das
Geschmacksbild eines Weines
wesentlich mit. Beide haben eine ideale
Relation zueinander, die der
Weinerzeuger mit dem "Classic"-Wein
sucht. Ein Wein mit etwas höherer
Säure schmeckt bei einem etwas
höheren Zuckergehalt ähnlich trocken
wie ein Wein, bei dem Säure und
Zuckerwerte etwas niedriger liegen. Aus
welchem Anbaugebiet ein "Classic"-Wein
auch immer kommt, sein
Restzuckergehalt beträgt nie mehr als
15 Gramm. Darauf kann sich der
Weinfreund verlassen. Auch darauf,
dass solche Weine mit den meisten
Speisen harmonieren.

"Classic"-Weine bieten zudem ein
ansprechendes Geschmacksbild, das ja
bekanntlich auch vom Alkohol getragen
wird. Der natürliche Alkoholgehalt der
"Classic"-Weine muss ein
Volumenprozent höher liegen als dies
üblicherweise verlangt wird. Auf dem
Etikett erscheint somit eine Alkoholangabe von 12 % vol,
mitunter gar etwas mehr. Das garantiert
vollmundige Weine mit Länge und
Substanz.

Blauer Spätburgunder
Der Spätburgunder ist unter den
deutschen Rotwein Rebsorte das, was
der Riesling für die Weißweine ist - die
absolute Spitze! Seine Weine sind
vollmundig, samtig mit einem an
Brombeer erinnernden Aroma. Er wird in
Deutschland auf ca. 7% der Rebfläche
angebaut.
 

Ortega


Optima
Die weiße Rebsorte (auch Geilweilerhof
33-13-113) ist eine Neuzüchtung
zwischen (Silvaner x Riesling) x Müller
-Thurgau. Der lateinische Name bedeutet
„die Beste“. Die Kreuzung erfolgte durch
Peter Morio (1887-1960) am Institut für
Rebenzüchtung Geilweilerhof in
Siebeldingen-Pfalz. Die Sorte wurde
1971 für den Anbau freigegeben. Sie
belegt derzeit knapp 200 Hektar
Rebfläche, davon die größten Anteile in
den Anbau-Gebieten Mosel-Saar-Ruwer
und Rheinhessen. Der gelbgrüne, eher
säurearme Wein hat ein duftiges, dem
Riesling ähnliches Bouquet. Die Sorte
war Kreuzungspartner bei Orion. 


Riesling
Diese Weißwein Rebsorte gilt
als die deutsche Vorzeigerebsorte und
ist neben dem Müller
-Thurgau die
wirtschaftliche Stütze der deutschen
Weinwirtschaft. Riesling Weine haben
eine rassige Säure und ein an Pfirsich
erinnerndes Bukett. In Deutschland wird
der Riesling auf ca. 20.000 ha angebaut
(ca. 22% der gesamten Rebfläche).
 Bei
10-12°C serviert passt der Riesling gut
zu Vorspeisen, Austern, Räucherlachs,
Kaviar, Salaten, hellem Gemüse, Fisch
und Meeresfrüchten, hellem Fleisch.
Riesling Spätlesen können zu reifen,
herzhaften Käsesorten getrunken
werden.

Müller-Thurgau / Rivaner
Diese Weißwein Rebsorte ist
eine Züchtung aus den Standardsorten
RieslingxSilvaner. Der Müller Thurgau ist
neben dem Riesling die wirtschaftliche
Stütze der deutschen Weinwirtschaft
und wird auf ca. 23.000 ha angebaut.
Müller-Thurgau Weine zeichnen sich
durch einen besonders geringen
Säuregehalt aus. Trockene Müller-
Thurgau Weine werden auch unter dem
Namen Rivaner vermarktet.
 Müller-
Thurgau passt als Essenbegleiter gut zu
einer Brotzeit mit Wurst, Gemüse mit
heller Sauce, Eierspeisen, Fisch mit
hellem Fleisch und Geflügel. Die ideale
Serviertemperatur beträgt 8-10°C.

Scheurebe
Die weiße Rebsorte (auch S-88 oder
speziell in Österreich Sämling 88) ist
eine Neuzüchtung. Sie wurde nach dem
Züchter Georg Scheu (1897-1949)
benannt, der sie in der Landesanstalt für
Rebenzüchtung in Alzey (Rheinhessen)
im Jahre 1916 kreierte. Bis vor kurzem
wurde eine Kreuzung Silvaner x Riesling
angenommen. Nach genetischen
Untersuchungen war zwar der Riesling
als Vater, jedoch als Mutter eine
unbekannte Wildrebe beteiligt. Scheu
hat sich intensiv mit Wildreben
beschäftigt, wahrscheinlich ist da bei
der Züchtung eine Verwechslung
passiert. Der Sortenschutz wurde im
Jahre 1956 erteilt. Neben dem Müller
-
Thurgau ist sie eine der ältesten und
erfolgreichsten Neuzüchtungen und
zählt zum Standard bei deutschen
Weinen.


Silvaner
Einst die wichtigste Rebsorte in
Deutschland, wird der Silvaner heute
nur noch auf ca. 7% der deutschen
Rebfläche angebaut (ca. 7.000 ha). Die
Weißwein Rebsorte liefert im Geschmack
weitgehend neutrale Weine, die auch
von säureempfindlichen Menschen gut
vertragen werden.
 Bei 10°C serviert
wird der Silvaner zu Vorspeisen, Wurst,
kaltem Fleisch oder Geflügel, Kasseler
mit Sauerkraut, Frikassee, gebratenem

Fischfilet oder Käse (Limburger,
Weinkäse, Munster) getrunken